Selbstportrait mit iPhone. Eine komplizierte Spiegelung in der glänzenden Rückwand des iPhones von Künstler Stephane Jeanneau, Paris. Während eines Spaziergangs auf dem heimischen Rinckenhof.
Ausstellung in der Galerie Walpodenstraße in Mainz, Dezember 1995 bis Janauar 1996. Auf einem Carrerabahn ähnlichen Konstrukt präsentiert Rinck die 360 Streckenfotos, die er im Sommer zusammen mit Co-Künstler QQlka auf einer sechswöchigen Fahrradreise von Mainz bis fast zum Nordkap fotografiert hat. Besucherinnen und Besucher müssen der Bahn vom Eingang der Galerie folgen und erleben eine Art Reisegefühl, wenn auch gekürzt und von den Unbilden der Natur bereinigt.
Wassen Tag! Frühmorgens erwache ich mit sofort einsetzender Grundnervosität, die sich den ganzen Tag über auf einem einheitlichen Niveau hält, so als würde in meiner Brust jemand sitzen, der ununterbrochen “Ommmmm” singt. Aber das Omm trägt nicht zur Beruhigung bei. Nur noch wenige Stunden, dann werde ich zusammen mit meinem prall gefüllten Rucksack im Zug sitzen. Es gibt ja noch sooo viel zu tun. Gegen 11 Uhr überfällt mich Künstlerin H., welche sicher der seltsamste Mensch ist, den ich kenne, und belagert mich mit ihren Geschichten.
Als zürne der Himmel, fegt im Herbst 1994 ein Sturm über Deutschland und zerfetzt die Schulranzen der "Eurokids" auf den Großflächenplakaten. Die Vorsilbe "Euro" ist in aller Munde und die hippen Werbeagenten der Republik haben alle Hände voll zu tun, neue Worte zu erfinden, mit denen sie den Menschen eine neue, große Zeit vorgaukeln, in der alle glücklich sind und alle alles kaufen können. Worte, die unbedingt mit "Euro" beginnen müssen.
ist ein Reisekünstler, der seit 1995 zahlreiche sogenannte Kunststraßen kreiert hat. 1966 geboren in Zweibrücken, aufgewachsen am Donnersberg in der Nordpfalz, klassische Schulbildung, Lehre, Studium, Zivildienst. Seit 1990 ausgedehnte Fahrradreisen in Europa, die fast immer künstlerisch geprägt sind.
"Was geht da drin vor?", fragt sie, kaum dass ich wach bin und tippt mir an die Stirn.